Die klettertechnische Schwierigkeit sagt über die Ernsthaftigkeit der Kletterei (Hakenabstände, Absicherungsqualität, Verletzungsgefahr bei Stürzen) und über weitere Anforderungen der Tour an Trittsicherheit, Kondition, Orientierung etc. nichts aus. Der Erfolg einer Klettertour hängt jedoch von einer problemlosen Bewältigung gerade dieser Ansprüche ab. Ein langwieriger Abstieg über 2er-Gelände zum Beispiel kann einen Gebirgsneuling vor größere Probleme als die Kletterei an sich stellen.

Dem versucht die Angabe einer Gesamtanforderung je Tour Rechnung zu tragen, in die neben der Kletterschwierigkeit, der Qualität und Häufigkeit der Absicherung und der Möglichkeit einer eigenständigen Absicherung auch die Felsbeschaffenheit, die Linienführung, die Tourlänge sowie der Zu- und Abstieg in Länge und Schwierigkeit eingeflossen sind. Natürlich ist diese Einteilung a) subjektiv und b) von individuellen Fähigkeiten abhängig. Wo einer ins Schwitzen kommt, turnt der andere problemlos hoch; wo sie locker abklettert, benötigt er nochmals das Seil. Die Gesamtanforderung soll in erster Linie eine Orientierung geben, was die Tour insgesamt verlangt und wo sie im Vergleich zu allen vorgestellten Touren einzuordnen ist.

In der hinteren Buchklappe sind sämtliche Touren nach ihrer Gesamtanforderung geordnet.