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Zettenkaiser: Alte Ostwand, 4+ Erstbegeher unbekannt
Zugegeben, es gibt kürzere Zustiege im Kaiser. Der teils brüchige Vorbau, auch das lässt sich nicht leugnen, bereitet wenig Spaß. Doch all das soll von einem Einstieg nicht abhalten. Der verspricht nämlich ungetrübte Kletterfreuden: Vergnügen bereitet vor allem manch interessante Einzelstelle und Dank gutgriffiger Risse überschreitet selbst die luftige Kletterei an der beinah senkrechten Gipfelwand nie den 4. Schwierigkeitsgrad.
Schwierigkeit: 4+ (eine Passage), meist zwischen 3 und 4 Gesamtanforderung: 2 Wandhöhe: 300 m Kletterlänge: 350 m Ausrichtung: O Dauer: 3 h Absicherung: gut bis sehr gut abgesichert; zusätzliche Absicherung gut möglich Material: 5 Expressen, Klemmkeile 4-9, Schlingen
Karten: AVK 8 Kaisergebirge, 1:25000 F&B WK 301 Kufstein, Kaisergebirge, Kitzbühel, 1:50000
Literatur: Panico Kletterführer Wilder Kaiser 3-6, 2003 AVF Kaisergebirge extrem, 2000 www.steinmandl.de Detaillierter Sammelordner in der Kaindlhütte
Talort: Kufstein (500 m) Ausgangspunkte: Zu Fuß: Ortsteil Sparchen, Kaisertal-Parkplatz (500 m) oder Josef-Madersberger-Denkmal (bei Bahn-Anreise, 500 m) Bei Nutzung des Sessellifts: Ortsteil Sparchen, Parkplatz Kaiserlift (500 m) Mit MTB: Ortsteil Mitterndorf (südöstlich der Festung, 500 m),
Anfahrt: Pkw: über die Inntalautobahn, Ausfahrt Kufstein Nord Bei Anstieg zu Fuß: Am 1. Kreisverkehr links und der Beschilderung zum Kaisertal-Parkplatz folgen. Bei Sessellift-Nutzung: Der Ausschilderung zum Kaiserlift folgen. Mit MTB: südöstlich durch die Altstadt, nach der Festung bei der Polizei links (Weißachstraße) und nach 20 m nochmals links (Mitterndorferstraße) in den Ortsteil Mitterndorf und bis zu den letzten Häusern am Waldrand. Öffentlich: mit der Bahn bis Kufstein, über den Inn und (bei Anstieg zu Fuß) immer geradeaus über den Unteren Stadtplatz, die Georg-Pirmoser-Straße und die Kienbergstraße bis zum Josef-Madersberger-Denkmal, wo der Aufstieg beginnt. Oder (mit MTB) nach Mitterndorf wie oben beschrieben.
Stützpunkt: Kaindlhütte (1293 m): priv., bew. Anfang Mai bis Allerheiligen, 30 L., 15 B.; Tel.: (++43) (0) 664 – 530 48 82; kontakt@kaindlhütte.de; www.kaindlhuette.com
Zustieg: Zu Fuß vom Kaisertal-Parkplatz (1200 Hm, 3 h): Über den Bach und gleich hinter der Brücke nach links hinauf zur Dickichtkapelle und zum Gasthof Hinterdux. Weiter auf ausgeschildertem Weg übers Brentenjoch zur Kaindlhütte (2 h). Zu Fuß vom Denkmal (1150 Hm, 3 ½ h): Auf ausgeschildertem Weg in Serpentinen durch den Wald, über die Duxeralm zum Brentenjoch und weiter zur Hütte (2 ½ h). Mit Sessellift (450 Hm, 1 ¾ h): Aufs Brentenjoch schauklen und auf ausgeschildertem Weg zur Kaindlhütte (¾ h). Mit MTB (1150 Hm, 2 h): Ausgeschildert übers Brentenjoch zur Hütte (1 h). Von der Hütte südöstlich in Richtung Scheffauer / Zettenkaiser, bei Weggabelung rechts ins große Kar unter der Ostwand („Großer Friedhof") und an den linken Rand der Ostwand (1h). Knapp rechts der Schlucht zwischen Scheffauer und Zettenkaiser („Grüblerlücke") auf das markante „40-m-Wandl" (helle Steilwand mit schwarzen Wasserstreifen) zuhalten. Einstieg direkt in Falllinie der Kaindlnadel (deutliche Trittspuren).
Abstieg (je nach Zustiegsart und Ausgangspunkt 2 ½ -3 ½ h): Über den Westgrat hinab in einen Sattel. Beim ersten Felszacken auf dem markierten Riegensteig in die Nordflanke und über den Kleinen Friedhof hinunter zum Großen Friedhof und weiter zur Kaindlhütte (1 h). Auf dem Zustiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.
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